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Der Podcast über Gesellschaft und Glauben

SINNfragen: Der Podcast mit der evangelischen Perspektive auf Gesellschaft, Politik und Kultur mit Andreas Roth – produziert von der Evangelischen Akademie Meißen.

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#5 Warum gelingt im Kampf gegen Corona, was gegen den Klimawandel nicht geht?

Keine Flugreisen, weniger Fahren und Konsum – unmöglich, wenn es um Klimaschutz geht. Beim Kampf gegen das Corona-Virus dauerte das Umsteuern nur Tage. Den Leipziger Juristen und Philosophen Professor Felix Ekardt überrascht das nicht. „Der Anblick von Särgen in Italien fühlt sich für unsere menschliche Natur rasend konkret an: Ich könnte sterben“, sagt der an den Universitäten Erfurt und Rostock lehrende Klimaschutz-Experte im SINNfragen-Podcast – die Opfer des Klimawandels scheinen dagegen weit weg.

Im Gespräch mit Andreas Roth erzählt der Gründer der Leipziger Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik, wie die Bekämpfung der Corona-Krise mit dem Schutz des Klimas und der Natur verbunden werden kann, warum er den Realismus des biblischen Menschenbildes dabei schätzt – und welchen Beitrag Christen und die Kirche leisten können.

#4 Was macht die Corona-Isolation mit Alten und Pflegenden?

Die Corona-Epidemie trifft wohl kaum Menschen so stark wie die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und deren Mitarbeiter. Reinhild Weischet, Leiterin des diakonischen Paul-Gerhardt-Heims im sächsischen Bad Lausick, gibt im neuen SINNfragen-Podcast einen Einblick, wann gelacht wird und wann Tränen fließen, was Pflege mit Mundschutz und Besuch auf Distanz bedeuten – und sogar weniger Bewohner sterben als im Vorjahr.

#3 Freiheit oder Leben? Bürgerrechte in Zeiten von Corona

Der SINNfragen-Podcast mit Fragen an Akademie-Direktor Stephan Bickhardt

Bewegungsfreiheit, freier Unterricht, Demonstrationen, Gottesdienste – all das gibt es seit über drei Wochen nicht mehr zur Eindämmung der Corona-Epidemie. Der Bürgerrechtler Stephan Bickhardt hat in der DDR für die Freiheit gekämpft und hält die staatlichen Maßnahmen zum Schutz des Lebens für einen Akt der Nächstenliebe – doch im SINNfragen-Podcast warnt er mit Blick auf Länder wie Ungarn und China auch: „Wir laufen Gefahr, kritiklos Einschränkungen durch Staat und Wirtschaft hinzunehmen“

Im Gespräch mit Andreas Roth erklärt der Direktor der Evangelischen Akademie Meißen, warum der starke Staat gerade eine Renaissance hat, eine kritische Öffentlichkeit gerade deshalb nötig ist, warum wir auch einen sozialen Schutzschirm für die Schwächsten brauchen – und dafür die Freiheit die Basis ist.

#2 „Das wird uns an sehr schmerzhafte Grenzen führen“

Ethik in Zeiten von Corona: Der SINNfragen-Podcast mit dem Wiener Theologen Prof. Ulrich Körtner

Die Corona-Epidemie stellt auch unsere Ethik auf den Prüfstand. Wer wird im Krankenhaus behandelt, wenn Intensivbetten knapp werden? Ist das Leben Einzelner oder der wirtschaftliche Wohlstand einer ganzen Gesellschaft wertvoller? Und gehört der Virus auch zu Gottes Schöpfung?

„In dieser Situation steht auch zur Diskussion, was uns unsere ethische Grundorientierung, auf deren Konsens das Grundgesetz beruht, wert ist“, sagt der Wiener Ethik-Professor Ulrich Körtner im neuen „SINNfragen-Podcast“ im Gespräch mit Andreas Roth. Er erklärt, nach welchen Kriterien Mediziner und Pflegekräfte schwerste Entscheidungen im Krisenfall treffen können. „Das wird uns an sehr, sehr schmerzhafte Grenzen führen“, sagt der evangelische Experte für Medizinethik voraus.

„Auf jeden Fall müssen wir als Kirche einbringen, dass wir den Blick für die Schwachen behalten“, fordert der renommierte Theologe. Ob auch der Virus zu Gottes Schöpfung gehört? „Das ist eine ganz große Herausforderung für jeden Glaubenden.“ Und auch für Kirche und Theologie.

#1 Corona und die Bibel

Die Corona-Empidemie hat alle überrascht – doch eigentlich kennen Menschen solche Seuchen seit Jahrtausenden. Und sie haben Wege gefunden, mit ihnen umzugehen. Auch in der Bibel. Der Leipziger Theologieprofessor Andreas Schüle erklärt im SINNfragen-Podcast im Gespräch mit Andreas Roth, welche Antworten die Menschen im Alten Testament fanden.

„Die Propheten meinten: Verwundbar wird eine Gesellschaft, in der jeder nur an sich selbst denkt“, sagt der Experte für das Alte Testament. Vom biblischen Hiob ließe sich lernen, das Leid auszuhalten. Und Gott fanden sie mitten in all dem. „Vielleicht sind die damaligen Verhältnisse gar nicht so unterschiedlich zu dem, was wir heute erleben“, meint der Theologieprofessor.

Prof. Andreas Schüle